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TRIAS-PERIODE vor 245 bis 208 Millionen Jahren

Vor etwa 248 Millionen Jahren kam es zum Perm-Trias-Artensterben - das größte uns bekannteste Massensterben in dieser Form.  Etwa 95 % aller Arten und etwa 60 % der Gattungen starben aus, darunter auch zahllose Meerestiere (wie die Trilobiten). Auslöser des großen Sterbens im Perm könnten globale Abkühlung, Vulkanausbrüche oder eine Verringerung der Kontinentalsockel während der Bildung des Riesenkontinents Pangäa gewesen sein. Diese Katastrophe und die kontinentale Neuordnung waren die Wegbereiter für die Ära der Saurier und Säugetiere.

Zu Beginn der Trias gab es noch keine Dinosaurier, jedoch zahlreiche Amphibien und einige Reptilien und Dicynodonten (wie den Lystrosaurus). Während der frühen Trias tauchten die ersten Korallen auf und die Ammoniten breiteten sich erneut aus. Die Fluren und Prärien der Trias waren von Palmfarn, Bärlapp und Schachtelhalm überzogen. In der nördlichen Hemisphäre dominierten die Nadelbäume. Noch gab es keine Gräser und Blumen.

Die erste Hälfte der Trias war trocken, mit ausgeprägten Jahreszeiten und besonders extremen Temperaturen im ausgedehnten Inland von Pangäa. Vermutlich wurden diese Temperaturschwankungen durch den niedrigen Meeresspiegel noch verstärkt. Die karge Landschaft bestand aus Wüsten und trockener Wildnis. Vor 230 Millionen Jahren tauchten einzigartige Reptilien auf: die Dinosaurier. Die meisten Saurier der Trias waren kleine Zweibeiner, doch gegen Ende der Periode erschienen die ersten großen Sauropoden.

JURA-PERIODE vor 208 bis 144 Millionen Jahren

Zu Beginn des Juras bildeten die Kontinente der Erde noch eine zusammenhängende Landmasse, wodurch ein Großteil des Landesinneren trocken und wüstenähnlich war. Langsam begannen diese auseinanderzudriften. Die Pole waren damals noch ohne Eis. Am Ende der Trias-Periode folgte ein kleineres Artensterben, was zur Folge hatte, dass im Jura eine Fülle von Dinosauriern entstehen konnte.

Etwa ab Mitte der Jura-Periode driftete der Superkontinent Pangäa auseinander. Es bildete sich ein Nord-Süd-Graben, zum Ende des Juras war die Trennung der Kontinente Laurasia und Gondwana so gut wie abgeschlossen. Vermutlich aufgrund der Ozeanbodenspreizung stieg der Meeresspiegel während des Jura allmählich an, was eine Überflutung der Kontinente zur Folge hatte. Dadurch zogen sich die Wüsten zurück, und die Kontinentaltemperaturen stabilisierten sich. Zudem begann Pangäa in kleinere Teile auseinander zu brechen, was zunehmend mehr Landmasse mit dem Ozean in Kontakt brachte. Die Nähe zu den Ozeanen erhöhte die Luftfeuchtigkeit auf den Kontinentalplatten, so dass das Klima weltweit feuchter und wärmer wurde. Der Lebensraum wurde tropisch-warm und die Wüsten wurden von üppigen Nadelwäldern und von Farnen bewachsenen Steppen abgelöst.

Der pflanzenfressende Sauropode war zum größten Lebewesen geworden, das je auf unserer Erde leben sollte. Allosaurier wuchsen zu den mächtigsten Raubtieren heran. Einige der kleineren Fleischfresser bekamen Federn und erhoben sich in die Lüfte, einschließlich des Archaeopteryx („Alter Flügel” oder „Alte Feder”). Gegen Ende der Jura-Periode folgte ein weiteres kleineres Artensterben, infolgedessen die meisten Stegosauriden und die gigantischen Sauropoden ausstarben. Die Ursache hierfür ist heute noch unklar.

KREIDEZEIT vor 144 bis 65 Millionen Jahren

Während der Kreidezeit brach der Superkontinent Pangäa vollständig in die heutigen Kontinente auseinander, wenn sich deren Positionen auch von den jetzigen erheblich unterschieden. Zwar war Gondwana zu Beginn der Kreidezeit noch intakt, doch brach es auseinander, als sich Südamerika, die Antarktis und Australien von Afrika lösten. Der Indische Ozean entstand. Die enorme Grabenbildung ließ an den Rändern unter Wasser mächtige Bergketten entstehen, wodurch der Meeresspiegel weltweit anstieg. Laurasia drehte sich im Uhrzeigersinn und wanderte nordwärts, mit Nordamerika im Norden und Eurasien im Süden.

Es herrschte warmes, subtropisches Klima, und die Pole waren immer noch eisfrei und der Meeresspiegel war hoch. Großblättrige Laubbäume verdrängten die Nadelbäume, und zum ersten Mal tauchten blühende Pflanzen auf und bestimmten die vorherrschende Flora. Die Landschaft war ähnlich der heutigen, allerdings gab es noch immer keine Gräser. Die Säugetiere bildeten an Land noch einen kleinen und relativ unbedeutenden Bestandteil der Fauna. Am Himmel waren in der frühen und mittleren Kreidezeit die Pterosaurier weit verbreitet. Im weiteren Verlauf entstanden an spezifische Umweltverhältnisse angepasste Vogelarten, die den Flugsauriern zunehmend Konkurrenz machten. Weiterhin entwickelten sich weitere Saurierarten und beherrschten das Land. Die pflanzenfressenden Hadrosaurier, Ankylosaurier und Ceratopsier tauchten auf sowie neue Gruppen von Fleischfressern, darunter der Tyrannosaurus, Spinosaurus und Dromaeosaurus. Eine der am weitesten verbreiteten Theorien für das weit reichende Massensterben zu Lande und zu Wasser am Ende der Kreidezeit ist ein Meteoriteneinschlag auf der Erde. Zahlreiche Umweltfaktoren trugen zum Untergang der Dinosaurier bei.